23.01.2018

Qualitätsstatusbericht 2017

Vielschichtige Zustandsanalyse des Wattenmeers veröffentlicht / Pressemitteilung des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats (CWSS)

Die Themenfelder des Qualitätsstatusbericht 2017 (Quality Status Report, QSR) reichen von Geomorphologie und Klima, über Lebensräume und Gemeinschaften, Arten und menschliche Aktivitäten bis zur Verschmutzung des Wattenmeeres. Das gemeinsame Dokument von über 100 Experten aus Dänemark, Deutschland und den Niederlanden, das in regelmäßigen Abständen vom Gemeinsamen Wattenmeersekretariat (Common Wadden Sea Secretariat, CWSS) veröffentlicht wird, beschreibt und bewertet den ökologischen Zustand des Wattenmeeres. Der QSR 2017 ist wie seine Vorgänger ein Produkt der erfolgreichen trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit zum Schutz und zum Erhalt des Welterbes Wattenmeer, weist jedoch gleichzeitig darauf hin, dass noch viel in diesem Bereich zu tun bleibt. Die Ergebnisse sind auf der englischsprachigen Webseite qsr.waddensea-worldheritage.org öffentlich zugänglich.

Zwei Jahre lang wurden die 29 thematischen Berichte des QSRs erarbeitet. Sie betreffen die Gebiete des Welterbes Wattenmeer, der Wattenmeer-Inseln und der angrenzenden Hochsee. „Der Qualitätsbericht hilft uns, mögliche Probleme und Wissenslücken zu erkennen“, sagt Sascha Klöpper, QSR-Koordinator und stellvertretender Exekutivsekretär des CWSS. „Zudem bietet er eine wichtige und wissenschaftlich fundierte Grundlage für den politischen Entscheidungsprozess und die Entwicklung von Strategien auf allen Ebenen. Insbesondere zeigt der Bericht, dass das Wattenmeer eine ökologische Einheit darstellt, was wiederum die Bedeutung der Trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande unterstreicht.“

Der QSR beschreibt und bewertet den derzeitigen ökologischen Zustand des Wattenmeeres. Er identifiziert Veränderungen in diesem Zustand sowie deren mögliche Ursachen, klassifiziert kritische Bereiche, weist auf mögliche Abhilfemaßnahmen und deren wahrscheinliche Wirksamkeit hin und zeigt Wissenslücken auf. Der Bericht basiert auf dem sogenannten Trilateral Monitoring and Assessment Programme (TMAP), einem gemeinsamen Überwachungs- und Bewertungsprogramm für das Wattenmeer, das seit 1997 von Dänemark, Deutschland und den Niederlanden im Rahmen der Trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit durchgeführt wird. Das Programm ermöglicht eine angemessene, kosteneffiziente Überwachung und wissenschaftsbasierte Bewertung des Ökosystems Wattenmeer und berücksichtigt die Überwachungs- und Berichterstattungspflichten der Mitgliedstaaten gemäß den einschlägigen EU-Richtlinien und internationalen Übereinkommen.

Der neue Bericht ist der erste QSR, der in einem Online-Portal veröffentlicht wird. „Dieses Format des Berichts ist völlig neu“, sagt Rüdiger Strempel, Exekutivsekretär des CWSS. „Nach einem erfolgreichen Testlauf können wir ihn nun stolz der breiten Öffentlichkeit präsentieren und sind uns sicher, dass wir mit dem Online-Format die Ergebnisse einer noch breiteren Leserschaft zugänglich machen. Doch auch an diejenigen, die lieber mit einer Papierversion arbeiten, wurde gedacht. Sie können PDF-Versionen der Kapitel direkt auf der Seite generieren.“ Ein gedruckter Synthesebericht, der die Hauptergebnisse zusammenfasst, wird in diesem Frühjahr veröffentlicht.

Das könnte Sie auch interessieren

© Stock / LKN.SH

17.04.2018 Am Samstag, den 21. April, werden die Ringelganstage auf Hallig Hooge feierlich eröffnet. Neben naturkundlichen Wanderungen und kreativen Angeboten wird dort auch die „Goldene Ringelgansfeder“ für besonderes Engagement für die Natur und die Region verliehen. mehr »

Experimente zur Erwärmung von Salzwiesen auf der Hamburger Hallig | © Nolte

16.04.2018 Klimawandel, Salzwiese, Vortrag Im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum geht die Veranstaltungsreihe zum Thema Klimawandel und Wattenmeer in die letzte Runde. Am 26. April 2018 hält Dr. Stefanie Nolte von der Universität Hamburg einen Vortrag mit dem Titel „Salzwiesen im Klimawandel". mehr »
Löffler. Foto: Marcus Säfken
13.04.2018 Zugvogeltage, Löffler 10-9-8-7 ... im aktuellen Beitrag unseres Zugvogeltage-Countdowns geht es um einen wahrhaft königlichen Vogel: den Löffler. mehr »

Plattdeutsch-hochdeutsche Buchvorstellung: Autor Steffen Walentowitz (3. v.l.), Schulleiterin Anja Kujas (hinten links), Grietje Kammler, Leiterin des Plattdüütskbüros der Ostfriesischen Landschaft (5. v.l.), Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer (7. v.l.), Leana Frisch, Nationalparkverwaltung, Projekt Umweltbildung (8. v.l.) Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler der Oberschule Borssum.
Foto: Wagner/NLPV

12.04.2018 Plattdeutsch ist eine reiche und häufig auch sehr bildhafte Sprache. So wird der Austernfischer, einer der Charaktervögel des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, auch „Klipp“ genannt – wegen seines an der Küste häufig zu hörenden, kräftigen Warnrufs „kliep-kliep“. mehr »
Einführungsseminar Commerzbank-Umweltpraktikum

17 angehende Umweltpraktikantinnen und -praktikanten bereiteten sich in Dornumersiel auf ihren Einsatz in einem der Nationalparks an der Nord- und Ostsee vor, unterstützt von (v.l.) Jan Wagner (Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer) und Anette Jung (Commerzbank). Foto: Nationalpark-Haus Dornumersiel

11.04.2018 Das raue und unberechenbare Nordseewetter machte die erste Watterkundung nicht unbedingt zu einem Zuckerschlecken: Bei starkem Gegenwind wurden die Studierenden hautnah mit ihren zukünftigen Tätigkeitsbereich vertraut gemacht. mehr »